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Bewertung von Mehrfamilienhäusern

Renditeobjekte werden vor allem über ihre nachhaltig erzielbaren Erträge bewertet. Mietverhältnisse, Mietniveau und Bewirtschaftungskosten stehen im Mittelpunkt.

Mehrfamilienhaus mit Balkonen in NürnbergErtragswertverfahren
Abb. — Mehrfamilienhaus

Worauf es ankommt

Der Ertrag bestimmt den Wert

Bei Mehrfamilien- und Renditeobjekten steht nicht die Fläche im Vordergrund, sondern der nachhaltig erzielbare Ertrag. Grundlage ist der Jahresreinertrag – die Mieteinnahmen abzüglich der nicht umlagefähigen Bewirtschaftungskosten.

Mietvertragsstruktur, Leerstand, Mietniveau im Verhältnis zur ortsüblichen Miete und der Instandhaltungszustand entscheiden über die Ertragskraft und damit über den Wert. Auch die Restnutzungsdauer des Gebäudes fließt ein.

Wertbildende Faktoren

Diese Merkmale prägen den Wert

01

Erträge und Mietniveau

Ist-Miete, ortsübliche Vergleichsmiete und Steigerungspotenzial bestimmen den Ertragswert.

02

Mietverhältnisse

Laufzeiten, Staffel- oder Indexmieten, Leerstand und Fluktuation prägen die Ertragssicherheit.

03

Bewirtschaftungskosten

Verwaltung, Instandhaltung und das Mietausfallwagnis mindern den Reinertrag.

04

Zustand und Instandhaltung

Bausubstanz, Sanierungsstand und anstehende Maßnahmen wirken auf Wert und Rendite.

05

Restnutzungsdauer

Baujahr und Modernisierungen bestimmen die wirtschaftliche Restnutzungsdauer.

Ablauf

So läuft die Bewertung ab

1

Erstgespräch

Klärung von Objekt, Anlass und dem passenden Gutachtenformat.

2

Unterlagen & Ortstermin

Sichtung der Dokumente und Besichtigung des Objekts.

3

Bewertung

Ermittlung des Werts über das Ertragswertverfahren auf Basis des nachhaltig erzielbaren Reinertrags.

4

Übergabe & Erläuterung

Verständliche Erläuterung der Ergebnisse als Grundlage für Ihre Entscheidung.

Vorbereitung

Hilfreiche Unterlagen

Für Renditeobjekte sind vor allem die Ertrags- und Mietunterlagen entscheidend – halten Sie Mietaufstellung und Verträge bereit.

  • Grundbuchauszug
  • Mieterliste / Mietaufstellung
  • Mietverträge
  • Betriebs- und Nebenkostenabrechnungen
  • Flächen- und Wohnungsaufstellung
  • Nachweise zu Instandhaltung und Modernisierung

Fragen

Häufige Fragen zur Bewertung von Renditeobjekten

Welches Verfahren wird bei Mehrfamilienhäusern angewendet?

In der Regel das Ertragswertverfahren, da der Wert maßgeblich vom nachhaltig erzielbaren Ertrag abhängt.

Zählt die tatsächliche oder die mögliche Miete?

Maßgeblich ist die nachhaltig erzielbare Miete. Liegt die Ist-Miete deutlich darunter oder darüber, wird dies im Rahmen der Bewertung eingeordnet.

Wie wirkt sich Leerstand aus?

Leerstand mindert den Ertrag und damit den Wert. Struktureller und vorübergehender Leerstand werden dabei unterschiedlich bewertet.

Welche Rolle spielt der Zustand?

Instandhaltungsstau und anstehende Sanierungen mindern den Wert, ein gepflegter Zustand und eine lange Restnutzungsdauer wirken werterhöhend.

Welchen Wert hat Ihr Renditeobjekt?

Im unverbindlichen Erstgespräch besprechen wir Ihr Objekt und den passenden Bewertungsweg.

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